„Abrüsten statt Aufrüsten“ – ist das Gebot der Stunde!

„Abrüsten statt Aufrüsten“ – ist das Gebot der Stunde!

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30. August: Antikriegstag in Hattingen

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Das ist die Antwort der Friedensbewegung und der Gewerkschaften auf das unermessliche Leid, das Nazi-Deutschland über die Welt gebracht hat. „Zum 80. Jahrestag des Beginns des grauenhaften Vernichtungskriegs der Nazis erinnern wir eindringlich daran, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus, Rassismus und Militarismus, Menschenfeindlichkeit führen kann,“ so Clarissa Bader, 1. Bevollmächtigte IG Metall Gevelsberg-Hattingen.

Die IG Metall Gevelsberg-Hattingen, der DGB-Kreisverband und die VVN-BdA Ennepe-Ruhr rufen auf zur Teilnahme an der

Veranstaltung zum Antikriegstag
Kommt zur Kundgebung am Freitag, 30. August 2019, um 17.00 Uhr
Ehrenfriedhof Ludwigstal

am Mahnmal für die russischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter,  Zur Maasbeck in Hattingen.

  • Grußwort Stefan Marx, Geschäftsführer DGB Ruhr-Mark
  • Gedenkrede Clarissa Bader, Bevollmächtigte IG Metall Gevelsberg-Hattingen
  • Simon Sandmann – Sänger und Liedermacher

anschließend: Kranzniederlegung zu Ehren der Opfer von Krieg und Faschismus.

Die IG Metall und der DGB stellen fest:

Mehr Militär und mehr Waffen sind die falsche Antwort auf die bedrohliche Weltlage! Statt eines neuen auch nuklearen Wettrüstens inklusive der Aufrüstung mit neuen US-Atomwaffen in Büchel in der Eifel brauchen wir Abrüstungs-Abkommen und einen Atomwaffensperrvertrag. Deutschland muss den UN-Vertrag für das Atomwaffenverbot endlich unterzeichnen!

Wenige Tage nachdem der INF-Vertrag zur Abrüstung von Mittelstreckenraketen durch die USA beendet wurde, wird das nukleare Wettrüsten verschärft. Es geht um milliardenteure Modernisierungsprogramme in allen Atomwaffenstaaten, die Entwicklung neuer (Mini-) Atomwaffen in den USA und die vielfältigen Gefahren der weiteren Verbreitung von Atomwaffen.

Die weltweiten Militärausgaben sind mit 1,6 Billionen Euro so hoch wie nie. Auch der deutsche Verteidigungsetat soll auf 43,2 Mrd. € angewachsen. Wenn die Bundesregierung die Zielvorgabe der NATO befolgt, ihre Militärausgaben bis 2024 auf 2% des BIP zu steigern, liegen die Rüstungsausgaben Deutschlands in fünf Jahren bei 85 Mrd. €.

Wir sagen: Schluss damit!
Das Geld fehlt für öffentliche Investitionen für eine sozial-ökologische Transformation!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die IG Metall Gevelsberg-Hattingen fordern von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung in Berlin:

  • das Ende aller bundesdeutschen Rüstungslieferungen,
  • keine Auslandseinsätze der Bundeswehr und keine Erhöhung des Militärhaushalts,
  • den Ausbau der humanitären Hilfe in den Krisengebieten der Welt und ein Hinwirken auf das Ende der Bürgerkriege,
  • die Aufnahme von Flüchtlingen sowie Förderung der Integration,
  • Beendigung der Abschiebung von Geflüchteten in vermeintlich sichere Herkunftsländer
  • die Hilfe zur Beendigung des Nah-Ost-Konfliktes und die Unterstützung des Friedensprozesses in den aktuellen Krisenherden.
  • Unterstützung der Bundesregierung von privaten Flüchtlingsrettungsorganisationen

Wir fordern:
Eine Politik zur Abrüstung und Abschaffung aller Atomwaffen durch

  • den Verzicht auf die nukleare Teilhabe und die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages;
  • das Einbringen einer Resolution in die Vereinten Nationen, die alle Atomwaffenstaaten auffordert, auf die atomare Modernisierung zu verzichten und das Geld für die Realisierung der globalen Nachhaltigkeitsziele zur Verfügung zu stellen.

Wir fordern: „Abrüsten statt Aufrüsten!“  Unterzeichnet den Aufruf gegen das 2%-Ziel der NATO: https://abruesten.jetzt

Foto: Motto des DGB zum Antikriegstag

 

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