Aufstehen für Respekt und Menschenwürde!

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Hattingen: Demonstration gegen Rassismus

Noch nie gab es in Deutschland so viele Demonstrationen für kulturelle Vielfalt, gegen den Hass und die Diskriminierung von Minderheiten. Breite Bündnisse stellen sich entschieden dem schleichenden Rassismus in der Gesellschaft entgegen. Bürger stehen auf für „Respekt und Menschenwürde.“ Auch in Hattingen zeigten sie Zivilcourage: Am „Internationalen Tag gegen den Rassismus“ (21.März) demonstrierten Demokraten und Gewerkschafter von der Flüchtlingsunterkunft „An der alten Feuerwache“ in der Altstadt.

Auf dem Untermarkt wiesen die RednerInnen wie Bürgermeisterin Dagmar Goch und Landrat Arnim Brux auf die menschenfeindliche Stimmungsmache gegen Flüchtlinge hin. Rechtspopulisten wie die Pegida-Anhänger, die Parteigänger der AfD und Neo-Nazis schürten Ängste und Hass gegen Menschen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Die Folge sei eine zunehmende Anzahl von Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte im Bundesgebiet.

Das sei eine Schande „für eine freie, soziale und weltoffene Gesellschaft“, betonte die Sprecherin des Bündnisses „Buntes Hattingen gegen rechts“, Sabine Radtke. Rassismus verstoße gegen Menschenrechte und spalte die Gesellschaft. Die kulturelle Vielfalt sei ein Gewinn und keine Bedrohung für „unser Zusammenleben und Zusammenarbeiten.“ Es sei positiv, dass es in Hattingen und im EN-Kreis eine große Solidarität und vielfältige Initiativen der BürgerInnen für die Aufnahme und für würdige Lebensbedingungen der Flüchtlinge gäbe.

Foto 2_Kayi Schlücker spricht zu den DemonstrantenKayi Schlücker spricht zu den Demonstranten

Beeindruckend war die Ansprache der ehemaligen Flüchtlingsfrau Kayi Schlücker, die aus dem Kongo nach Deutschland gekommen ist. Sie rief den Demonstranten zu: „Nehmt uns wie wir sind, begreift uns als große Bereicherung für die deutsche Gesellschaft.“ Denjenigen die Intoleranz predigen, sollten wir „gemeinsam entgegentreten.“

Die IG Metall-Bevollmächtigte Clarissa Bader, die mit mehreren betrieblichen KollegInnen an der Kundgebung teilnahm, sagte am Rande: „Wir sind hier, weil wir uns als Gewerkschafter dagegen engagieren, dass Menschen weder in den Betrieben noch in der Gesellschaft diskriminiert und ausgegrenzt werden.“ Allen Formen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus müsse rechtzeitig entgegen getreten und Angriffe auf die Grundwerte der Demokratie und jedes Einzelnen gemeinsam abgewehrt werden. Das sei für GewerkschafterInnen gelebte Solidarität.

Bild 1: Kundgebung gegen Rassismus auf den Untermarkt in Hattingen
Bild 2: Kayi Schlücker spricht zu den Demonstranten
Fotos: IGM-GH

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