Druck für Verbesserungen des Sozialstaates machen

Druck für Verbesserungen des Sozialstaates machen

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Senioren- und Erwerbslose wählten ihre Delegierte

„Die IG Metall ist auch außerhalb der Betriebe für unsere Mitglieder aktiv“, sagte Clarissa Bader bei der Begrüßung der Senioren- und Erwerbslosenmitglieder in Sprockhövel. Die Erste Bevollmächtigte dankte den Senioren, die zur Mitgliederversammlung ins IG Metall Bildungszentrum gekommen waren, für das Engagement in der „Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit“ (AGA) der IG Metall. „Ihr habt eure Organisation bei Warnstreiks vor den Betrieben unterstützt und macht mit Aktionen für die Ziele der IG Metall gesellschaftlichen Druck. Wir brauchen euch!“

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft in der Bildungsstätte stand die Wahl von sechszehn Vertreter*innen der Senioren- und Erwerbslosenmitglieder aus dem Bereich der bisherigen Geschäftsstelle Gevelsberg-Hattingen für die künftige Delegiertenversammlung der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper, die insgesamt 175 Delegierte umfassen wird.

Foto: Die neugewählten Delegierten mit der 1. Bevollmächtigten Clarissa Bader (3.v.l.)

Insgesamt wurden aus der Mitte der Anwesenden 20 Kandidat*innen vorgeschlagen. In geheimer Wahl wurden folgende Kolleginnen und Kollegen für das „Parlament der Arbeit vor Ort“ gewählt: Anita Arndt, Jutta Schäfer-Nolte, Richard Bregar, Otto Eisenberger, Werner Engelhardt, Jakobus Fröhlich, Heinz Fritz, Wilfried Konietzko, Wolfgang Krieger, Wolfgang Lange, Calogero Mazzarisi, Rocco Mondo, Luis Martinez, Holger Steinke, Heinz Vöhringer und Dieter Zänger.

Diese Kolleginnen und Kollegen werden in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit den Gewählten in Witten und Wuppertal die Interessen der Rentner*innen und Arbeitslosen in der Delegiertenversammlung vertreten. Die Versammlungen, in denen über die gewerkschaftliche Arbeit in den Betrieben, in der Geschäftsstelle aber auch auf Bundesebene berichtet und diskutiert wird, finden vier Mal im Jahr statt.

Wahldelegiertenversammlung am 16. Mai 2020

„Eine, eurer ersten Aufgaben wird es sein, in der Wahldelegiertenversammlung am 16. Mai die Leitung der neuen Geschäftsstelle, d.h., die beiden Bevollmächtigen und die ehrenamtlichen Mitglieder des Ortsvorstandes zu wählen,“ sagte Clarissa Bader den Neugewählten. In weiteren Wahlgängen an diesem Tag werden u.a. die Mitglieder für die Tarifkommissionen und für die Bezirkskonferenz des IG Metall Bezirkes NRW bestimmt.

Es gehe künftig darum, noch mehr organisierte Senioren und erwerbslose Mitglieder für die „Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit“ (AGA) der IG Metall zu gewinnen. Denn es ist notwendiger denn je, Druck für Verbesserungen des Sozialstaats zu machen. In der Altersversorgung geht es um die Stabilisierung der gesetzlichen Rente, die Anhebung des Rentenniveaus und einer solidarisch finanzierten Rentenversicherung, in die alle Erwerbstätigen, also auch Selbständige und Beamte einzahlen. Die AGA-Aktiven plädieren für eine Abschaffung von Hartz IV in seiner heutigen Form. Die IG Metall will die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I verlängern und die Regelsätze von Hartz IV anheben.

Fotos: IGM G-H

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