Druck machen! Farbe bekennen!

Druck machen! Farbe bekennen!

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In der zweiten Verhandlungsrunde in dieser Woche in Düsseldorf haben die Metall-Arbeitgeber NRW ein erstes Angebot vorgelegt: 2,2 Prozent mehr Geld, Altersteilzeit für weniger Beschäftigte und Bildungsteilzeit für niemanden. IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler sprach von einer „Provokation“. Die Verhandlungskommission der IG Metall wies die Vorschläge als indiskutabel zurück.

Das Angebot der Arbeitgeber in der diesjährigen Metall-Tarifrunde ist in allen drei Punkten Magerkost: „Es bleibt weit hinter unseren Forderungen zurück. Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen«, sagte Clarissa Bader, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Hattingen-Gevelsberg. Bader: „Die Arbeitgeber wollen es offenbar nicht anders: Ihr dürftiges Angebot trägt nicht zu einer Lösung bei, im Gegenteil: 2,2 Prozent Lohnerhöhung werden weder der guten Konjunktur noch dem starken Einsatz der Belegschaften in den Betrieben gerecht. Die Vorschläge zu den qualitativen Themen sind schlicht indiskutabel.“

Die Arbeitgeber wollen bei der Altersteilzeit den bisherigen Anspruch von vier auf zwei Prozent halbieren und auf besonders Belastete beschränken. Den Zugang zur Rente mit 63 (45 Beitragsjahre) lehnen sie ab. Gleiches gilt für eine geförderte Bildungsteilzeit. Sie bieten lediglich unverbindliche Gespräche zum Thema An- und Ungelernte an. Damit bestätigen sie ihre Herr-im- Haus-Haltung. „Wir werden es uns nicht bieten lassen, dass Beschäftigte zu Bittstellern gemacht werden. Alters- wie Bildungsteilzeit haben sie sich verdient“, so Clarissa Bader.

Jetzt heißt es Farbe bekennen! Druck auf die Arbeitgeber machen – damit sie zur Vernunft kommen. Deshalb müssen wir in der kommenden Woche öffentlich zeigen, dass wir es ernst meinen. Und zwar mit dem kompletten Paket aus mehr Geld, einer besseren Altersteilzeit und einer neuen Bildungsteilzeit.“

Unsere Antwort auf die Arbeitgeber-Provokation heißt Warnstreik.

Beachtet den Warnstreik-Aufruf der IG Metall Gevelsberg-Hattingen. Warnstreiks sind unser gutes Recht.

Heraus zum Warnstreik Foto: IGM GH-Archiv

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