„Gegen Lohndumping“

„Gegen Lohndumping“

von -
2067

IG Metall-Bezirkskonferenz Nordrhein-Westfalen

Essen – Die Delegierten der 19. Ordentlichen-Bezirkskonferenz, die 550.000 IG Metall-Mitglieder in Nordrhein Westfalen vertreten, tagten im Zentrum des Ruhrgebiets. Zum Auftakt der Konferenz, an der auch die VertreterInnen unsrer Verwaltungsstelle teilnahmen, erklärte Bezirksleiter Knut Giesler: „Dem Lohndumping bei Leiharbeit und Werkverträgen muss die Bundesregierung ein Ende machen.“

Die IG Metall NRW begrüße ausdrücklich, dass die Landesregierung in NRW die Ziele einer bundesweiten gesetzlichen Neuregelung von Werkverträgen unterstütze. Die Metaller fordern deshalb die Bundesregierung auf, über die erreichten Tarifverträge hinaus, Fairness bei Leiharbeit und Werkverträgen gesetzlich abzusichern. Die IG Metall werde ihren Kampf gegen jegliche Diskriminierung von Beschäftigten durch Leiharbeit und Werkverträgen fortsetzen.

Kollege Giesler hob in seinen Ausführungen die beiden tarifpolitischen Erfolge in der Metall- und Elektroindustrie hervor: Die Neuregelung der Altersteilzeit mit besonderen Vorteilen für mehr belastete und gering verdienende Beschäftigte sowie den Einstieg in die geförderte Bildungsteilzeit. Das sei ein wichtiger Meilenstein. Auf die Mitgliederentwicklung eingehend stellte er fest: Die IG Metall NRW habe 2014 in NRW mehr als 21.000 Mitglieder hinzugewonnen. Er rief die Vertrauensleute, Betriebsratsmitglieder und Jugend- und Auszubildendenvertreter auf, auch in Zukunft verstärkt Mitglieder zu gewinnen.

Foto_2_Clarissa_Bader_Bekonf
Clarissa Bader in den IG Metall-Beirat gewählt
Die 81 Delegierten wählten in Essen drei neue Mitglieder aus NRW in den Beirat – es ist das höchste Entscheidungsorgan der Gewerkschaft zwischen den Gewerkschaftstagen. Zum ersten Mal wurde in den Beirat auch Clarissa Bader, IG Metall-Bevollmächtigte der IG Metall Gevelsberg-Hattingen, gewählt. Mit ihr wurden Reimund Strauß (Mönchengladbach) und Robert Sadowsky (Gelsenkirchen) neu in das Gremium entsandt.

Aufstehen gegen TTIP
In der Aussprache stand die geplante bundesweite „Protestkundgebung gegen das Freihandelsabkommen TTIP“ im Mittelpunkt. Der Münsteraner Bevollmächtigte Jürgen Schmidt rief die Nordrhein-Westfälischen MetallerInnen zur Demonstration am 10. Oktober in Berlin auf. Die TTIP-Gegner müssen unterstützt werden. Denn wie das bereits abschließend verhandelte Abkommen CETA mit Kanada gefährde TTIP mit einigen Regelungen massiv die Rechte von Beschäftigten; gleichzeitig sollen insbesondere international agierenden Unternehmen umfassende Rechte eingeräumt werden, während die beteiligten Länder eigene Rechte aufgeben müssten. Dagegen soll am 10. Oktober 2015 der Widerstand mobilisiert werden.

Foto 1: IGM-Bezirkskonferenz NRW in Essen
Foto 2: Clarissa Bader Fotos: Norbert Hüsson

ÄHNLICHE ARTIKEL

39