Solidarität mit Beschäftigten von Avery Dennison

Solidarität mit Beschäftigten von Avery Dennison

Bürgermeister Winkelmann empfing Betriebsrat

Sprockhövel. „Teilen sie ihren Kolleginnen und Kollegen mit, dass wir sie unterstützen werden“, diese klare Ansage richtete Bürgermeister Ulli Winkelmann an den amtierenden Betriebsratsvorsitzenden von Avery Dennison. Dirk Kolwe war mit seinen BetriebsratskollegInnen ins Rathaus Sprockhövel gekommen.

Gemeinsam mit dem Gewerkschaftssekretär Sven Berg informierten sie das Stadtoberhaupt und den Wirtschaftsförderer Detlef Merken über die geplanten Stilllegungsmaßnahmen an der Kleinebeck-Strasse und insbesondere über die Auswirkungen auf die Beschäftigten. „Unsere Kolleginnen und Kollegen waren von der Mitteilung schockiert. Es ist doch noch nicht so lange her, als der letzte Einschnitt am Standort in Niedersprockhövel gemacht wurde“, sagte Dirk Kolwe.

Im Jahre 2009 sei die Belegschaft von rund 500 auf 180 Beschäftigten zusammengeschrumpft. worden. Und jetzt wollen die Konzernverantwortlichen im kalifornischen Pasadena den damals begonnenen Kahlschlag endgültig vollenden. Rund siebzig Menschen sollen ihrer Existenz beraubt und in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. „Ungefähr 40 Beschäftigte sollen ihre Tätigkeit in freien Räumen am Avery Dennison-Standort Schwelm fortsetzen“, so der Betriebsrat.

Die Interessenvertretung machte gegenüber den Vertretern der Kommune klar, dass sie nicht „so schnell aufstecken“, sondern mit einem externen arbeitnehmernahen Berater in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten nach Alternativen suchen werden. Am kommenden Donnerstag fände ein erstes Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Kost von der PCG in Essen statt, um die weiteren Schritte zu beraten, erläuterte Sven Berg, die weitere Vorgehensweise.

In einem Gespräch mit der Geschäftsführung habe sich Jeremy Bauer dazu nicht ablehnend geäußert, sondern festgestellt: „Vielleicht entdecken Sie ja Möglichkeiten, die uns entgangen sind.“ Die Betriebsratsmitglieder zeigten sich bei ihrem Besuch im Rathaus auf jeden Fall selbstbewusst. „Wir wissen, dass wir auf eine qualifizierte Mannschaft bauen können“, sagte eine Betriebsratskollegin.

Bürgermeister Ulli Winkelmann sagte zu, den Ältestenrat der Stadt Sprockhövel über das Gespräch zu informieren. Er gehe davon aus, dass die dortigen Ratsvertreter sich eindeutig positionieren und ihre Solidarität mit den Betroffenen öffentlichkeitswirksam zum Ausdruck bringen werden.

Foto: Bürgermeister Ulli Winkelmann (4.v.l) mit dem Betriebsrat von Avery Dennison

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